{"id":4736,"date":"2024-06-28T12:39:03","date_gmt":"2024-06-28T10:39:03","guid":{"rendered":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/?p=4736"},"modified":"2024-06-28T12:39:03","modified_gmt":"2024-06-28T10:39:03","slug":"lesung-des-poetik-kollegs-mit-katharina-mevissen-am-13-juli-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/lesung-des-poetik-kollegs-mit-katharina-mevissen-am-13-juli-2024\/","title":{"rendered":"Lesung des Poetik-Kollegs mit Katharina Mevissen am 13. Juli 2024"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"530\" height=\"750\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/PlakatLesung-Poetik-Kolleg-blaugelb-ueberarbeitet-530x750.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4739\" style=\"width:673px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/PlakatLesung-Poetik-Kolleg-blaugelb-ueberarbeitet-530x750.png 530w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/PlakatLesung-Poetik-Kolleg-blaugelb-ueberarbeitet-262x370.png 262w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/PlakatLesung-Poetik-Kolleg-blaugelb-ueberarbeitet-124x175.png 124w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/PlakatLesung-Poetik-Kolleg-blaugelb-ueberarbeitet-768x1086.png 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/PlakatLesung-Poetik-Kolleg-blaugelb-ueberarbeitet-1086x1536.png 1086w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/PlakatLesung-Poetik-Kolleg-blaugelb-ueberarbeitet-1448x2048.png 1448w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/PlakatLesung-Poetik-Kolleg-blaugelb-ueberarbeitet.png 1587w\" sizes=\"(max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong><em>Mutters Stimmbruch<\/em> <\/strong>&#8211; Vom Schweigen und vom Finden der eigenen Stimme<\/p>\n\n\n\n<p>Am 13. Juli 2024 veranstalten das Poetik-Kolleg der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg und die Stadtbibliothek Erlangen eine Lesung mit der Autorin Katharina Mevissen. Im Innenhof der Bibliothek verbinden sich ab 19 Uhr Text, Bild und Klang zu einem besonderen Format, in dessen Zent-rum Katharina Mevissens Roman <em>Mutters Stimmbruch<\/em> (2023) steht. Eine multimediale Ausstellung mit Druckgrafiken der K\u00fcnstlerin Katharina Greeven, die zu <em>Mutters Stimmbruch<\/em> entstanden sind, sowie ein szenischer Impuls von Studierenden des Poetik-Kollegs rahmen die Lesung. Der Eintritt ist kostenlos.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>\u201eMutter kann neun Sprachen, aber redet mit niemandem mehr. Manchmal spricht sie mit der Zentralheizung, den B\u00e4umen und dem Brot, beschimpft ihre Z\u00e4hne oder das Radio. Ansonsten schweigt Mutter. Sie hat zu wenig Stimme.\u201c<\/p>\n<cite>Aus: Mutters Stimmbruch von Katharina Mevissen<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>In einer dichten, sinnlichen Prosa erz\u00e4hlt Mevissens Roman vom Weg der Figur \u201eMutter\u201c zu neuer St\u00e4rke und Stimme. Mutter lebt in einem kalten kaputten Haus, in das bereits die Wurzeln der B\u00e4ume eindringen. Vertrieben von einem Wasserschaden muss sie sich in einer neuen Wohnung in der Stadt zurechtfinden. Mit dem Umzug geht der Verlust ihrer Z\u00e4hne und die Ver\u00e4nderung ihrer Stimme einher, mit der sie sich nur z\u00f6gerlich anfreunden kann. Schlie\u00dflich findet sie darin jedoch Mut und ein neues Lebensgef\u00fchl: Sie flirtet mit der Telefonauskunft, sie singt vom Dreimeterbrett.<\/p>\n\n\n\n<p>Katharina Mevissen l\u00e4sst ihre Texte klingen und sprechen. In ihrem anderen preisgekr\u00f6nten Roman <em>Ich kann dich h\u00f6ren<\/em> (2019) wird Musik geradezu sp\u00fcrbar. Doch Mevissen schreibt nicht nur Romane. Zu ihren Arbeiten geh\u00f6ren H\u00f6rspiele, H\u00f6rst\u00fccke und Podcasts sowie \u201elaute Plakate\u201c im \u00f6ffentlichen Raum. Dabei ger\u00e4t auch die Abwesenheit von Worten in den Fokus. Der von Katharina Mevissen und Simon Wahlers gestaltete und herausgegebene Band <em>Gesammeltes Schweigen<\/em> (2022), ein Dialog zwischen Sharon Dodua Otoo und Heinrich B\u00f6ll, befasst sich mit vielen verschiedenen Arten von Schweigen: Dem Schweigen nach dem Zweiten Weltkrieg, dem Schweigen aus Angst und zum Schutz, dem Schweigen aus R\u00fccksicht und Respekt. Thematisiert wird aber auch das Brechen von Schweigen als Zeichen der St\u00e4rke und politischer Repr\u00e4sentation.<\/p>\n\n\n\n<p>Mevissens Werk vermittelt ein facettenreiches Spektrum an Botschaften. Eine davon ist: Stimme hat Macht. Doch sie ist nicht die einzige M\u00f6glichkeit, laut zu werden. Im gemeinsam mit Franziska Winkler gegr\u00fcndeten Projekt handverlesen bringen taube Kunstschaffende ihre individuellen Perspektiven durch Geb\u00e4rdensprachpoesie zum Ausdruck. In mehrstimmiger Form widmet sich der Abend in der Stadtbibliothek diesem weiten Horizont von Mevissens Arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Lesung und Ausstellung werden von den Studierenden des Erlanger Poetik-Kollegs organisiert, kuratiert und gestaltet. Das Erlanger Poetik-Kolleg wird veranstaltet vom Department f\u00fcr Germanistik und Komparatistik in Zusammenarbeit mit dem Graduiertenkolleg \u201eLiteratur und \u00d6ffentlichkeit in differenten Gegenwartskulturen\u201c sowie dem Studiengang \u201eEthik der Textkulturen\u201c. Das Poetik-Kolleg l\u00e4dt jedes Jahr namhafte Personen der Gegenwartsliteratur nach Erlangen ein, um sich zusammen mit Studierenden in einem Hauptseminar auf die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihrem Werk einzulassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ort:<\/strong> Stadtbibliothek Erlangen, Marktplatz 1, 91054 Erlangen <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeit:<\/strong> Einlass zur Ausstellung um 18 Uhr, Beginn der Lesung um 19 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontakt:<\/strong> PD Dr. Sandra Fluhrer, sandra.fluhrer@fau.de<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Moderation: Jakob Moog und Shannon Rabsahl; Koordination und \u00d6ffentlichkeitsarbeit: Ines Reinwald; Ausstellung: Anna Lena Buhr und Johanna Neumeier; Plakat: Lara Hansmann und Mees Menzner; Szenisches Intro: Kristin Rampelt, Lara Hansmann, Lisa Stock, Lisa Thomann, Mees Menzner, Melanie Th\u00fcmler; Audio: Philip Cichon; Journalistische Begleitung: Franciska Schulze, Franziska Sykora, Kristin Rampelt, Lisa Stock, Natalie Diga, Philip Cichon, Sophia Altmayer, Valeriya Petrova, Yue Tian<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Am 13. 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