{"id":4008,"date":"2022-10-04T18:09:27","date_gmt":"2022-10-04T16:09:27","guid":{"rendered":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/?p=4008"},"modified":"2022-10-04T18:12:42","modified_gmt":"2022-10-04T16:12:42","slug":"bericht-zur-rom-exkursion-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/bericht-zur-rom-exkursion-2021\/","title":{"rendered":"Bericht zur Rom-Exkursion 2021"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Bericht von Luise Fach<\/p>\n\n\n\n<p>Im Wintersemester 2020\/21 fand unter der Leitung von Frau Prof. Lubkoll das Seminar \u201eMythos Rom: Das Bild der \u201aewigen Stadt\u2018 in Literatur, Bildender Kunst und Film\u201c statt. Ein Jahr sp\u00e4ter konnte nun auch die dazugeh\u00f6rige Exkursion stattfinden. Nach anderthalb Jahren Corona und Online-Semestern f\u00fchlte sich der Exkursionsbeginn am Montagmorgen um 7 Uhr fr\u00fch wie eine sehr m\u00fcde, aber wunderbare kleine Familienzusammenf\u00fchrung an und wir waren voller Vorfreude auf die gemeinsame Woche. Folgendes haben wir in Rom erlebt:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 1: Anreise mit dem Zug<\/strong><br>Nach 12-st\u00fcndiger Zugfahrt und der Erkenntnis, dass Bahnreisen in Italien ein bisschen Spontanit\u00e4t erfordern, weil die Gleisauswahl spontan nach Verf\u00fcgbarkeit erfolgt, empfing uns abends der Bahnhof Termini, \u00fcber den wir sp\u00e4ter in der Woche noch lernen sollten, dass er seinen Namen nicht wie anzunehmen in Anlehnung an das englische <em>terminal<\/em> tr\u00e4gt, sondern von den einstmals nahegelegenen Diokletiansthermen erhalten hat. Nach einem ersten Fu\u00dfmarsch \u00fcber das allerorts in Rom anzutreffende, holprige Kopfsteinpflaster er\u00f6ffnete sich \u00fcberraschend und wundersch\u00f6n anzusehen der Blick auf das n\u00e4chtlich erleuchtete Colosseum. Es sollte uns die Woche \u00fcber ein h\u00e4ufiger Anblick werden. Unsere Unterkunft lag n\u00e4mlich keine 200 Meter daneben \u2014 zentral, wenig touristisch und mit der queeren Ausgehmeile direkt ums Eck \u2014 das Beste aus allen Welten sozusagen. Belohnt f\u00fcr die Strapazen der langen Reise wurden wir mit einem ersten gemeinsamen Abendessen in einem netten kleinen italienischen Restaurant in einer ruhigen Seitenstra\u00dfe. Was die sprachlichen Barrieren anging, zeigte sich, dass man einfach nur mit gen\u00fcgend \u00dcberzeugung bestellen musste (\u201eEine Fanta bitte!\u201c) und schon waren alle Probleme \u00fcberwunden. Der Abend endete mit dem Heimweg durch kleine Str\u00e4\u00dfchen, ganz im italienischen Flair und einer unerwarteten Sektdusche &#8211; es versprach eine grandiose Woche zu werden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04807-750x501.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4033\" width=\"379\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04807-750x501.jpg 750w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04807-370x247.jpg 370w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04807-175x117.jpg 175w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04807-768x513.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04807-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04807-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 379px) 100vw, 379px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Tag 2: Meet &amp; Greet mit der Antike<\/strong><br>Der allererste Programmpunkt war ein Rundgang durch das Colosseum. Nicht umsonst gilt es als das Wahrzeichen Roms, denn wenn man durch die alten Mauern wandert bekommt man einen Eindruck von der Macht und Gr\u00f6\u00dfe des Imperiums, wie es uns in den Texten von Tibull, Vergil und Plutarcham Anfang unseres Seminars beschrieben wurde und das sich hier ein Denkmal erbaut hat. Besonders beeindruckend ist neben den 80 Eing\u00e4ngen und den dar\u00fcber liegenden 160 weiteren B\u00f6gen, die dem Colosseum seine architektonische Einzigartigkeit geben, dass die R\u00f6mer offenbar bereits in der Lage waren ein gigantisches Sonnensegel an Seilz\u00fcgen \u00fcber die gesamte Arena zu spannen. Anschlie\u00dfend wandelten wir durch das Forum Romanum auf den Spuren der R\u00f6mer, die dieses weitl\u00e4ufige Feld als politisches, religi\u00f6ses und wirtschaftliches Zentrum ihrer Stadt nutzten. Es war gar nicht so leicht, sich vorzustellen, dass diese so geschichtstr\u00e4chtige Stelle im Mittelalter zwischenzeitlich nur noch eine Kuhweide gewesen sein sollte und die antiken Tr\u00fcmmer erst sp\u00e4ter wieder ausgegraben wurden. Besonders zu empfehlen ist die Aussichtsterasse, die sich an die G\u00e4rten der Familie Farnese anschlie\u00dft und einen wunderbaren Blick \u00fcber das Stadtzentrum bietet:&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04634-750x501.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4035\" width=\"313\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04634-750x501.jpg 750w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04634-370x247.jpg 370w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04634-175x117.jpg 175w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04634-768x513.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04634-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04634-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 313px) 100vw, 313px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Abends schlossen wir mit einem ausgedehnten Spaziergang durch die Innenstadt, vorbei am Denkmal f\u00fcr Vittorio Emanuele (zur Ehrung des Gr\u00fcnders des K\u00f6nigreichs Italien und von den R\u00f6mer*innen sp\u00f6ttisch \u201edie Schreibmaschine\u201c genannt), dem ber\u00fchmten Trevi-Brunnen (nat\u00fcrlich nutzten einige hier die Gelegenheit, eine M\u00fcnze \u00fcber die linke Schulter zu werfen, mit dem Wunsch, eines Tages wieder hierher zu kommen), der Spanischen Treppe, einem leckeren Eis (Geheimtipp: Eisdiele Giolitti, Via degli Uffici del Vicario 40), einem kurzen Besuch im Pantheon bis zur Piazza Navona mit dem Vier-Str\u00f6me-Brunnen und der Sant\u2019Agnese in Agone Kirche, wo wir mit dem Mythos der heiligen Agnes endeten. Unterwegs h\u00f6rten wir zu jeder der Stationen interessante, aufschlussreiche Kurzvortr\u00e4ge von den Exkursionsteilnehmer*innen, die sich auch durch den Rest der Woche zogen und unsere Erkundungen bereicherten.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05071-501x750.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4039\" width=\"262\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05071-501x750.jpg 501w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05071-247x370.jpg 247w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05071-117x175.jpg 117w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05071-768x1150.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05071-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05071-1367x2048.jpg 1367w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05071-scaled.jpg 1709w\" sizes=\"(max-width: 262px) 100vw, 262px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Tag 3: Eine Menge Zeug, Teil I<\/strong><br>Um 9:15 machten wir uns zum kapitolinischen H\u00fcgel auf, um den Palazzo dei Conservatori (zu deutsch: Konservatorenpalast) und den Palazzo Nuovo zu besichtigen. Eine gro\u00dfe Menge an Statuen und Gem\u00e4lden nebst kunsthandwerklichen Sch\u00e4tzen von gro\u00dfen K\u00fcnstlern, wie z. B. Tizian, Caravaggio, Rubens und Vel\u00e1zquez, erwartete uns dort. Von besonderem Interesse f\u00fcr uns war sicherlich die W\u00f6lfin mit den beiden Kindern Romulus und Remus und direkt daneben der \u201eDornauszieher\u201c, der in Kleists Essay \u201e\u00dcber das Marionettentheater\u201c sinnbildlich f\u00fcr formvollendete Anmut steht und auch in Thomas Manns Novelle \u201eDer Tod in Venedig\u201c wiederzufinden ist. Obwohl die Exponate \u00fcberaus reichlich und interessant waren, entstand aber auch der Eindruck, dass eine wohl\u00fcberlegte Museumsdidaxe noch fehlt. Man hat das Gef\u00fchl, dass sich damit begn\u00fcgt wurde der Masse an Kunstwerken Herr zu werden, indem m\u00f6glichst viel auf m\u00f6glichst engen Raum zusammengestellt wird, ohne Kontextualisierung und mit wenig bis keinen weiterf\u00fchrenden Informationen. Diese Erfahrung sollte am Freitag noch auf die Spitze getrieben werden. Mittags hatten dann die einzelnen Arbeitsgruppen, die sich im Voraus zu bestimmten Themen (s. Tag 5) gebildet hatten, Zeit ihre Projekte zu verfolgen. Am Abend holten wir auf dem Weg nach Trastevere die Besichtigung der Tags zuvor nicht mehr erreichten Via Giulia nach. Sie gilt als besonders sch\u00f6ne Stra\u00dfe, direkt am Tiber gelegen, und pr\u00e4sentierte sich uns, n\u00e4chtlich erleuchtet, als sehr malerisch. Viele gro\u00dfe Palazzi bekannter Familien s\u00e4umen sie und in Nummer 66, dem Palazzo Sacchetti, hatte Ingeborg Bachmann ihre letzte Wohnst\u00e4tte. Wie wir allerdings feststellen mussten erinnert heute nichts mehr daran &#8211; keine Gedenktafel, keine Inschrift. Zur\u00fcck am Tiber, gelangten wir in das beliebte, aber auch recht touristisch anmutende Viertel Trastevere, um unser zweites gemeinsames Abendessen einzunehmen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05033-501x750.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4038\" width=\"245\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05033-501x750.jpg 501w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05033-247x370.jpg 247w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05033-117x175.jpg 117w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05033-768x1150.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05033-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05033-1367x2048.jpg 1367w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05033-scaled.jpg 1709w\" sizes=\"(max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Tag 4: Von Pyramiden, Kirchen und einem ambitionierten Bauprojekt<\/strong><br>Bisher hatten wir Rom nur zu Fu\u00df beschritten (laut Schrittz\u00e4hler durchschnittlich 20.000 Schritte am Tag) und waren froh nun auch mal die U-Bahn zu etwas weiter entfernten Zielen nehmen zu k\u00f6nnen. Die erste Station war die Cestius Pyramide (erbaut zwischen 18 und 12 v.Chr.) mit dem dahinter liegenden protestantischen Friedhof (it. Name: Cimitero acattolico). Just als wir an der Pyramide anlangten, fand dort auch eine Gedenkveranstaltung f\u00fcr den Widerstand gegen den Faschismus (it. la resistenza) statt, der am 7. Oktober im Rom ein Gedenktag ist, wie uns eine der Teilnehmer*innen erz\u00e4hlte. Wir beobachteten sp\u00e4ter, dass sogar die Busse der Stadt an diesem Tag in den Farben des Widerstands beflaggt waren. Und ein zweites politisches Ereignis ereilte uns an diesem Tag: Angela Merkel war uns nach Rom gefolgt. Gesehen haben wir sie aber nicht. Den Friedhof, wo \u00fcbrigens bekannte Pers\u00f6nlichkeiten wie u.a. Keats oder auch August von Goethe (Goethes Sohn) begraben liegen, konnten wir leider nicht besichtigen, da Corona das nicht zulie\u00df. Stattdessen h\u00f6rten wir vor Ort kurze Vortr\u00e4ge zu selbigem, den Katakomben und zur Via Appia.Nach einem kurzen Espresso &#8211; ganz nach italienischer Art an der Bar eingenommen &#8211; fuhren wir weiter Richtung S\u00fcden zur Basilica San Paolo.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05421-750x501.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4041\" width=\"376\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05421-750x501.jpg 750w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05421-370x247.jpg 370w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05421-175x117.jpg 175w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05421-768x513.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05421-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05421-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 376px) 100vw, 376px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die letzte Station des Tages war das EUR-Gel\u00e4nde. Dabei handelt es sich um ein Bauprojekt aus den 1938er Jahren zur Nutzung f\u00fcr die Weltausstellung 1942. Im Seminar hatten wir bereits besprochen, dass der faschistische Baustil starke Anlehnungen an die Antike vornimmt und vor Ort konnten wir das deutlich erkennen. Das beste Beispiel daf\u00fcr ist der Palazzo della civilita italiana, der mit seinen 216 Rundb\u00f6gen schwer an das Colosseum erinnert. Der Palazzo steht auch sinnbildlich f\u00fcr den Umgang mit den faschistischen Bauten in Italien allgemein und in Rom insbesondere. Statt, wie urspr\u00fcnglich angedacht, ein Museum \u00fcber die italienische Zivilisation bis hin zum Faschismus zu beherbergen, ist das Geb\u00e4ude inzwischen Hauptsitz des internationalen Modelabels \u201eFendi\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rest des Tages war wieder zur freien Verf\u00fcgung der Arbeitsgruppen.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05763-750x501.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4043\" width=\"403\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05763-750x501.jpg 750w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05763-370x247.jpg 370w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05763-175x117.jpg 175w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05763-768x513.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05763-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05763-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 403px) 100vw, 403px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Tag 5: Eine Menge Zeug, Teil II<\/strong><br>Am Freitag holte uns die Erfahrung von Mittwoch wieder ein. Wir besuchten zuerst die vatikanischen Museen &#8211; eine einzigartige Sammlung von Sch\u00e4tzen aller Art. Aber auch hier wieder: viel zu viel zu sehen f\u00fcr die kurze Zeit. Unsere Museumsguide gab sich zwar alle M\u00fche uns in einer zweist\u00fcndigen F\u00fchrung auf einzelne Dinge aufmerksam zu machen, doch immer wieder wurden wir von den Securities schon weiter gescheucht, bevor wir die R\u00e4ume angemessen w\u00fcrdigen konnten. Einige verpassten den Denker von Rhodin, andere h\u00e4tten so gerne Raffaels \u201eSchule von Athen\u201c eingehend betrachtet, mussten sich aber mit kurzen Momenten begn\u00fcgen. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, warteten am Ende des Rundgang Schnellrestaurants, Souvenirshops und eine vatikanische Apotheke mit allerlei \u201eHeilw\u00e4ssern\u201c auf die Besucher*innen. Das ganze \u00e4hnelte eher einer Shopping Mall, als einem kulturellen und religi\u00f6sen Zentrum der Welt. Nach diesen zwei Stunden v\u00f6llig \u00fcbers\u00e4ttigt von den Eindr\u00fccken, wanderten wir weiter zum Petersplatz. Ein Teil der Gruppe wagte auch einen Blick hinein und war begeistert &#8211; besonders vom Ausblick auf der Kuppel.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Mittagspause empfing uns Frau Prof. Weidenhiller vom Institut f\u00fcr Sprachen, Kultur und Literatur der Universit\u00e4t Roma Tre an der U-Bahn ab und zeigte uns die philosophische Fakult\u00e4t. Es war beruhigend zu sehen, dass andere Unis auch h\u00e4ssliche Philosophische Fakult\u00e4ten haben. Daf\u00fcr wurden wir aber umso freundlicher begr\u00fc\u00dft und wir hatten die M\u00f6glichkeit die Vortr\u00e4ge der Arbeitsgruppen in einem netten kleinen H\u00f6rsaal zu pr\u00e4sentieren. Zwei der italienischen Studierenden und eine Doktorandin waren ebenfalls anwesend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wichtigsten Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden im Folgendem kurz zusammengefasst:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitsgruppe 1: Schichtung von Geschichte in der ewigen Stadt<\/strong><br>Die erste Arbeitsgruppe hat sich f\u00fcr eine Einteilung der Schichtungsph\u00e4nomene in die Kategorien (1) Nacheinander, (2) Nebeneinander, (3) Gegeneinander und (4) Miteinander entschieden. Anhand von Bildern konnte gut aufgezeigt werden, wie die verschiedenen Bauepochen Roms im Stadtbild mit- und ineinander verschmelzen. Ein gelungenes Beispiel f\u00fcr das Nebeneinander ist die Piazza Venezia, um die herum Bauwerke aller entscheidenden Bauepochen versammelt sind.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05335-750x501.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4045\" width=\"410\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05335-750x501.jpg 750w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05335-370x247.jpg 370w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05335-175x117.jpg 175w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05335-768x513.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05335-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05335-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Arbeitsgruppe 2: Rom und der Vatikan &#8211; Pr\u00e4senz und Macht des Klerus<\/strong><br>Von Arbeitsgruppe 2 lernten wir, dass der Vatikan mit 825 Einwohner*innen der kleinste anerkannte Staat der Erde ist. Die Gruppe hatte sich vor allem mit der Machtsymbolik des Petersdoms, der Tiara und den Zeichen der Christianisierung der antik-paganen Kultur, die im Stadtbild h\u00e4ufig wiederzufinden sind, besch\u00e4ftigt. So zum Beispiel die Versehung der Fassade des Colosseums mit gro\u00dfen christlichen Kreuzen. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitsgruppe 3: Faschismus in Rom &#8211; Schwerpunkt Architektur<br><\/strong>Arbeitsgruppe 3 f\u00fchrte uns anhand von Bildern durch die faschistische Architektur Roms. Sowohl das Hafen-Viertel Ostia, das nach dem Plan Mussolinis Rom mit dem Meer verbinden sollte, als auch das oben bereits erw\u00e4hnte EUR-Gel\u00e4nde boten reichlich Anschauungsmaterial. So konnten wir noch einmal ausf\u00fchrlich die antiken Ankl\u00e4nge nachvollziehen, die durch Abstraktion und Reduktion der Formen die typisch brutalistische Wirkung erzielen. Beispiele waren das Collegio Navale IV Novembre, dessen Eingang mit seinen S\u00e4ulen und spitzen Giebeln an einen Tempel erinnert oder auch der Marconi-Obelisk, der nur zum Teil mit Reliefs aus der faschistischen Zeit verziert ist und auf der oberen H\u00e4lfte &#8211; stilistisch deutlich abgrenzbar &#8211; Reliefs aus sp\u00e4terer Zeit zeigt. Wir konnten an dieser Stelle noch einmal vertiefend dar\u00fcber sprechen, dass der Umgang mit der faschistischen Vergangenheit und insbesondere der faschistischen Architektur in Rom offenbar ganz anders ausgehandelt wird, als das in Deutschland der Fall ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05898-750x501.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4046\" width=\"383\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05898-750x501.jpg 750w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05898-370x247.jpg 370w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05898-175x117.jpg 175w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05898-768x513.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05898-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC05898-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 383px) 100vw, 383px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Arbeitsgruppe 4: Rombild der R\u00f6mer<\/strong><br>Nachdem wir im Seminar nur \u00fcber Texte deutscher Autoren gesprochen hatten, hatte sich Arbeitsgruppe 4 vorgenommen, ein Rombild aus der Perspektive r\u00f6mischer Autor*innen zu zeichnen. Als Anschauungsmaterial dienten Texte, bzw. Gedichte von Ovid aus der Ars Amatoria, Giuseppe Belli, Pier Paolo Pasolini und Gabriel D\u2019Annunzio. Dank der Bereitschaft der Doktorandin kamen wir sogar in den Genuss einer zweisprachigen Lesung &#8211; zun\u00e4chst im r\u00f6mischen Dialekt und anschlie\u00dfend die deutsche \u00dcbersetzung dazu. Eine andere Frage, die die Gruppe sich und den Anwesenden stellte, war, dass es zwar verschiedene Anlaufstellen f\u00fcr Literaturinteressierte in der Stadt gibt, allerdings lediglich f\u00fcr ausl\u00e4ndische Autor*innen und nicht f\u00fcr heimische Literaten. Warum dem so ist, blieb allerdings offen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06189j-750x501.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4047\" width=\"385\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06189j-750x501.jpg 750w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06189j-370x247.jpg 370w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06189j-175x117.jpg 175w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06189j-768x513.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06189j-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06189j-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 385px) 100vw, 385px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Arbeitsgruppe 5: Tourismus in Rom<\/strong><br>Die Arbeitsgruppe 5 \u00fcberraschte uns mit einem launigen Video, in dem der Tourismus bzw. das Reisen nach Rom durch 4 Jahrhunderte (18.-21. Jh.) nachgestellt wurde. So erz\u00e4hlte in der ersten Sequenz Max drapiert als Goethe \u00e1 la Tischbein vom Wandeln auf den Spuren gro\u00dfer K\u00fcnstler und den anderen Vergn\u00fcgungen, die in Rom warten. Wir h\u00f6rten von den Erlebnissen Charles Dickens\u2019, bekamen gezeigt wie das Spaghetti-Essen als neue Kulturtechnik die \u201aWirtschaftswunder-Touris\u2018 der 1960er Jahre vor Herausforderungen stellte, k\u00e4mpften uns mit Luise als Travel-Influencerien durch Massentourismus und jede Menge Filter und schlossen den Kreis zu Goethe mit unserer eigenen Bildungsreise &#8211; Edition Ethik der Textkulturen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitsgruppe 6: Katzen in Rom &#8211; Alltagsbilder<\/strong><br>Eigentlich hatten wir von Arbeitsgruppe 6 eine Menge niedlicher Katzenbilder erwartet, da der Topos der streunenden Katzen in den Texten des Seminars immer wieder zu finden war. Allerdings musste die Arbeitsgruppe feststellen, dass die Katzen zwischenzeitlich aus dem Stadtbild Roms verschwunden waren (wie uns Frau Weidenhiller dann erz\u00e4hlte, weil es vor einiger Zeit eine gro\u00df angelegte Sterilisationsaktion gab). Und so besch\u00e4ftigte sich die AG mit der<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"239\" height=\"138\" src=\"\" alt=\"Bild\"> Sozialstruktur der Stadt und stie\u00df dabei auf einen unfassbaren Fund. Ganz am Rande der Stadt steht der Corviale-Bau, von den R\u00f6mer*innen allerdings \u201eIl Serpentone\u201c (zu dt. \u201edie Riesenschlange) genannt. Es handelt sich um einen 10-st\u00f6ckigen, einen (!) Kilometer langen Wohnkomplex, in dem ca. 8000 Menschen leben. Und so endete die Vortragsreihe mit sozialkritischer Ern\u00fcchterung und diesem Zitat von Kristin: \u201eWir besahen das gelblich angstrahlte Colosseum, wurden im gleichen Moment in Sekt geduscht &#8211; auf einer blechernen Werbetafel sahen wir SPQR\/Der Senat und das r\u00f6mische Volk, darunter <em>You are Rome on a sunny day: just stunning. <\/em>Einfach atemberaubend &#8211; w\u00f6rtlich leistet dies von Zeit zu Zeit auch der M\u00fcll.\u201c&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die anwesenden Italiener*innen waren \u00fcberrascht von der Vielfalt und Ausf\u00fchrlichkeit unserer Erkenntnisinteressen und Ergebnisse unserer Untersuchungen \u00fcber ihre Heimatstadt. Sie begleiteten uns auch zu unserem letzten gemeinsamen Abendessen f\u00fcr weiteren Austausch.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06370-1-501x750.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4055\" width=\"289\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06370-1-501x750.jpg 501w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06370-1-247x370.jpg 247w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06370-1-117x175.jpg 117w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06370-1-768x1150.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06370-1-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06370-1-1367x2048.jpg 1367w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC06370-1-scaled.jpg 1709w\" sizes=\"(max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Tag 6: Die Vers\u00f6hnung<br><\/strong>Unser letzter Tag f\u00fchrte uns zur Villa Borghese, einer wundersch\u00f6nen Parkanlage, vorbei am Goethe-Denkmal und dem Brunnen, der wohl Gegenstand des Gedichts \u201eDer r\u00f6mische Brunnen\u201c von C.F. Meyer ist, hin zur Galleria Borghese. Dort befindet sich eine weitere Sammlung von gro\u00dfartigen Kunstsch\u00e4tzen. Und so wurden wir am Ende der Woche doch noch mit Roms Museen vers\u00f6hnt, denn die Galleria hat es sich zum Konzept gemacht, die antiken und barocken Statuen und Gem\u00e4lde geschickt mit zeitgen\u00f6ssischen K\u00fcnstler*innen zu verbinden. Die aktuelle Ausstellung ist von Damien Hirst, sie tr\u00e4gt den Titel \u201eArchaeology now\u201c und schafft es auf ganz wunderbare Weise sich in die R\u00e4umlichkeiten einzuf\u00fcgen und in Wechselwirkung mit den dauerhaft ausgestellten Werken treten. So schafft es Hirst die eigenen Sehgewohnheiten aufzudecken, z.B. indem er eine \u201eversehrte\u201c Moderne erschafft, die zwar an antike Statuen erinnert und dennoch ungewohnt erscheint.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun hie\u00df es f\u00fcr uns Abschied nehmen von dieser einzigartigen Stadt, die tats\u00e4chlich dieses besondere Flair hat, von dem wir in den Texten gelesen hatten. Aber wir haben auch die andere Seite gesehen, ausgel\u00f6st durch das Management des Massentourismus und die weniger sozialromantische Seite abseits des riesigen Freilichtmuseums der Innenstadt und behielten uns schlussendlich dennoch eine kritische Distanz. Dazu passt das Fazit eines Teilnehmers: \u201eMan kann die Sch\u00f6nheit der Stadt genie\u00dfen, ohne sie zu glorifizieren\u201c. Und um mit einem weiteren, abgewandelten Zitat aus einer 50er-Jahre-Doku zu schlie\u00dfen: \u201e20 fuhren nach Italien, 20 fuhren zur\u00fcck &#8211; 6 Monate Winter liegen vor ihnen.\u201c Und vor uns liegt das erste Pr\u00e4senz-Semester nach anderthalb Jahren. Danke Frau Prof. Lubkoll f\u00fcr die wundervolle Woche!<\/p>\n\n\n\n<p>Fotos von Stefan Otto Ruiz<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04891-2-750x501.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4057\" width=\"641\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04891-2-750x501.jpg 750w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04891-2-370x247.jpg 370w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04891-2-175x117.jpg 175w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04891-2-768x513.jpg 768w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04891-2-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04891-2-2048x1367.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 641px) 100vw, 641px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Ein Bericht von Luise Fach zur Rom-Exkursion im Oktober 2021<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":20,"featured_media":4060,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4008"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/users\/20"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4008"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4008\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4061,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4008\/revisions\/4061"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}