{"id":369,"date":"2013-03-12T12:42:29","date_gmt":"2013-03-12T12:42:29","guid":{"rendered":"http:\/\/fcaux.de\/et\/?p=369"},"modified":"2013-04-26T14:25:59","modified_gmt":"2013-04-26T12:25:59","slug":"narrativitat-und-exegese-interdisziplinares-projektseminar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/narrativitat-und-exegese-interdisziplinares-projektseminar\/","title":{"rendered":"&#8222;Narrativit\u00e4t und Exegese&#8220; &#8211; interdisziplin\u00e4res Projektseminar"},"content":{"rendered":"<h3><strong>&#8222;Narrativit\u00e4t und Exegese&#8220; &#8211; interdisziplin\u00e4res Projektseminar<\/strong><\/h3>\n<p>Das Kompaktseminar diskutierte eine Verkn\u00fcpfung moderner sprachwissenschaftlicher Erz\u00e4hltheorien mit der christlichen Tradition des Erz\u00e4hlens.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWie erz\u00e4hlt das Christentum?<\/p>\n<p><em id=\"__mceDel\">Zweites interdisziplin\u00e4res Projektseminar des Elitestudiengangs \u00bbEthik der Textkulturen\u00ab in der Schweiz (14. bis 19. September 2008)<\/em><\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr f\u00fchrten der Sprachwissenschaftler Volker Eisenlauer und der Evangelische Theologe Stefan Scholz wieder ein offen angelegtes Projektseminar in Sion\/Schweiz durch, um Studierende aus Augsburg und Erlangen zur selbst\u00e4ndigen wissenschaftlichen Forschung anzuleiten. W\u00e4hrend im vergangenen Jahr Bibel und Hypertext aufeinander bezogen wurden, stand in diesem Herbst die Verkn\u00fcpfung neuerer sprachwissenschaftlicher Erz\u00e4hltheorien mit der christlichen Tradition des Erz\u00e4hlens auf dem Programm.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Studierende.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-370\" alt=\"Studierende\" src=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/Studierende.jpg\" width=\"216\" height=\"162\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Christentum pr\u00e4sentiert seine wichtigste Botschaft, das Christusgeschehen, in der Form von vier Erz\u00e4hlungen, den Evangelien des Neuen Testaments. Warum ist das Erz\u00e4hlen f\u00fcr das Christentum so zentral? Welche Vorz\u00fcge hat die Erz\u00e4hlung gegen\u00fcber der Argumentation oder ist dies gar kein Gegensatz? Und wie verschieben sich biblische Erz\u00e4hlungen, wenn sie in neuen Kontexten nacherz\u00e4hlt werden? Das Seminar startete hierzu nicht mit fertigen Antworten, sondern betrat Neuland. Denn die ausgew\u00e4hlten Erz\u00e4hltheorien (u.a. von Chave, Quasthoff, Ochs und Capps) wurden bisher noch nicht auf biblische Erz\u00e4hlungen angewendet. Dies erleichterte es den Teilnehmenden, selbst frei zu experimentieren und gewonnene L\u00f6sungsans\u00e4tze kritisch zu diskutieren. Als Beispielerz\u00e4hlungen dienten unter anderem die alttestamentliche Jonageschichte sowie Wunderberichte des Markusevangeliums in ihren biblischen Textfassungen sowie der m\u00fcndlichen Weitergabe in unterschiedlichen aktuellen Kontexten wie der Schulp\u00e4dagogik, der Erwachsenenbildung oder auch in fundamentalistischen Fr\u00f6mmigkeitszirkeln.<\/p>\n<p>Die aufgesuchten Erz\u00e4hltheorien mit ihren methodischen Suchrastern unterst\u00fctzten gerade auch die Studierenden ohne theologische Vorkenntnisse darin, biblische Erz\u00e4hlungen in ihrer Komposition zu durchschauen sowie christliche Gemeinschaften anhand ihrer Erz\u00e4hlweisen einzusch\u00e4tzen. Neben zahlreichen Einzelbeobachtungen war eine Einsicht besonders wertvoll: Die richtigen Fragen stellen zu lernen und ein Gesp\u00fcr f\u00fcr die weiterf\u00fchrende Kommunikation mit fachfremden Gegenst\u00e4nden zu entwickeln, ist in der wissenschaftlichen Forschung mindestens genauso wichtig wie der fl\u00fcchtige Besitz von inhaltlichem Wissen.<\/p>\n<p>Volker Eisenlauer M.A.\/Dr. Stefan Scholz,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>&#8222;Narrativit\u00e4t und Exegese&#8220; &#8211; interdisziplin\u00e4res Projektseminar Das Kompaktseminar diskutierte eine Verkn\u00fcpfung moderner sprachwissenschaftlicher Erz\u00e4hltheorien mit der christlichen Tradition des Erz\u00e4hlens.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/369"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=369"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/369\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1537,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/369\/revisions\/1537"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}