{"id":367,"date":"2013-03-12T12:41:32","date_gmt":"2013-03-12T12:41:32","guid":{"rendered":"http:\/\/fcaux.de\/et\/?p=367"},"modified":"2013-04-26T14:25:21","modified_gmt":"2013-04-26T12:25:21","slug":"ethik-im-diskurs-der-kunste-interdisziplinares-forschungskolloquium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/ethik-im-diskurs-der-kunste-interdisziplinares-forschungskolloquium\/","title":{"rendered":"&#8222;Ethik im Diskurs der K\u00fcnste&#8220; &#8211; interdisziplin\u00e4res Forschungskolloquium"},"content":{"rendered":"<h3><strong>&#8222;Ethik im Diskurs der K\u00fcnste&#8220; &#8211; interdisziplin\u00e4res Forschungskolloquium<\/strong><\/h3>\n<p>Magistranden und Promovierende aus dem Studiengang \u201eEthik der Textkulturen\u201c der Universit\u00e4ten Augsburg und Erlangen sowie der kulturwissenschaftlichen Projektgruppe \u201eDialogizit\u00e4t des Wissens\u201c der Universit\u00e4t Paderborn erforschen auf der Grundlage eigener Konzepte k\u00fcnstlerische Darstellungsmechanismen unter ethischen Gesichtspunkten.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nMit \u201eEthik im Diskurs der K\u00fcnste\u201c war ein Impulskolloquium f\u00fcr Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Rahmen einer Kooperation zwischen dem bayerischen Elite-Studiengang \u201eEthik der Textkulturen\u201c (Universit\u00e4ten Augsburg und Erlangen-N\u00fcrnberg) sowie der kulturwissenschaftlichen Projektgruppe \u201eDialogizit\u00e4t des Wissens\u201c (Universit\u00e4t Paderborn) \u00fcberschrieben, das vom 6. bis 8. Oktober 2008 dank der gro\u00dfz\u00fcgigen Unterst\u00fctzung der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung in M\u00fcnchen stattfinden konnte. Magistranden und Promovierende unterschiedlicher literatur- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen stellten ihre Forschungsideen und -konzepte zur kritischen Diskussion und erarbeiteten auf der Basis gemeinsamer Lekt\u00fcren des franz\u00f6sischen Philosophen Jacques Ranci\u00e8re einen \u00c4sthetik-Begriff, der die Dimension des Politischen f\u00fcr die K\u00fcnste zu bestimmen versucht. Mit seinem Vorschlag, \u00c4sthetik als \u201eAufteilung des Sinnlichen\u201c zu betrachten, markiert Ranci\u00e8re Ausschluss- und Einschlussmechanismen, die f\u00fcr die (Un-) Sichtbarkeit von Kunst verantwortlich sind. In Thesen, dass Kunst ein neues Verh\u00e4ltnis zwischen Tun und Sehen stifte und \u00e4sthetische Erfahrung von der allt\u00e4glichen Funktionalit\u00e4t des Lebens (Arbeit) nicht l\u00e4nger getrennt werde solle, artikuliert sich der ethische Impetus der Theorie Ranci\u00e8res, dessen Nuancenreichtum die Gruppe der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler er\u00f6rterte. Die Fallbeispiele der Vortragenden kn\u00fcpften an die Frage nach der politischen Dimension des Ethischen an und reichten vom antiken Antigone-Mythos, \u00fcber die Theorie des Theaters von Antonin Artaud, der Literarisierung von Beichtpraktiken, zur ambivalenten \u00c4sthetik des Bildes in den Kriegsfotografien eines James Nachtwey bis hin zur Verhandlung einer Ethik des Spiels bei Friedrich Schiller und Juli Zeh. Sowohl die (bild)theoretischen wie die am Fallbeispiel orientierten Vortr\u00e4ge wurden in der Diskussion auf grunds\u00e4tzliche philosophische und \u00e4sthetische \u00dcberlegungen zu einer Ethik des Sichtbaren hin befragt. Eine F\u00fchrung durch die Ausstellung \u201eWalt Disneys wunderbare Welt und ihre Wurzeln in der europ\u00e4ischen Kunst\u201c in der Hypo Kunsthalle M\u00fcnchen rundete die \u00dcberlegungen zur intermedialen und interkulturellen Dimension einer Politik der K\u00fcnste sowie der Demokratisierung von Wissen ab. Den politischen und ethischen Implikationen k\u00fcnstlerischer Aus- und Darstellungsmechanismen wird die motivierte Forschergruppe auch im zuk\u00fcnftigen \u00fcberregionalen Wissensaustausch nachgehen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>&#8222;Ethik im Diskurs der K\u00fcnste&#8220; &#8211; interdisziplin\u00e4res Forschungskolloquium Magistranden und Promovierende aus dem Studiengang \u201eEthik der Textkulturen\u201c der Universit\u00e4ten Augsburg und Erlangen sowie der kulturwissenschaftlichen <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/ethik-im-diskurs-der-kunste-interdisziplinares-forschungskolloquium\/\" title=\"&#8222;Ethik im Diskurs der K\u00fcnste&#8220; &#8211; interdisziplin\u00e4res Forschungskolloquium\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/367"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=367"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/367\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":498,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/367\/revisions\/498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}