{"id":356,"date":"2013-03-12T12:37:01","date_gmt":"2013-03-12T12:37:01","guid":{"rendered":"http:\/\/fcaux.de\/et\/?p=356"},"modified":"2013-03-12T12:37:01","modified_gmt":"2013-03-12T12:37:01","slug":"forschungsseminar-die-bibel-als-hypertext","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/forschungsseminar-die-bibel-als-hypertext\/","title":{"rendered":"Forschungsseminar: &#8222;Die Bibel als Hypertext&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3><strong>&#8222;Die Bibel als Hypertext&#8220; &#8211; Forschungsseminar<\/strong><\/h3>\n<p><strong><\/strong>Das interdisziplin\u00e4re Forschungsseminar verband zwei scheinbar weit voneinander entfernte Bereiche der Wissenschaft: Theologie und moderne Sprachwissenschaft.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Forschungsseminar: &#8222;Die Bibel als Hypertext&#8220;<\/h3>\n<div>\n<div>24.-30. Juni 2007: Kompaktseminar in Sion (CH)<\/div>\n<div>\n<p>Studierende forschen zu einem unkonventionellen Thema und pr\u00e4sentieren ihre Ergebnisse auf einer eigenen Internetseite:\u00a0<a title=\"Bibel als Hypertext\" href=\"http:\/\/www.die-bibel-als-hypertext.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.die-bibel-als-hypertext.de<\/a><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Bild_Gruppenphotoklein\" src=\"http:\/\/www.philhist.uni-augsburg.de\/ethik\/bilder\/Bild_Gruppenphotoklein.jpg\" width=\"384\" height=\"288\" border=\"0\" \/><br \/>\nTeilnehmer des Seminars in Sion<\/p>\n<p>Das interdisziplin\u00e4re Forschungsseminar \u201aBibel als Hypertext\u2019 des Studiengangs Ethik der Textkulturen verband im Sommer 2007 zwei scheinbar sehr weit voneinander entfernte Bereiche der Wissenschaft: Theologie und moderne Sprachwissenschaft. \u201eAber gerade in dieser \u201aunorthodoxen\u2019 Verbindung verbirgt sich ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr beide Disziplinen\u201c, stellte Student Martin Modlinger w\u00e4hrend des wissenschaftlichen Arbeitens fest.<\/p>\n<p>Das Seminar, an dem Studierende der beiden Studienstandorte Augsburg und Erlangen gemeinsam teilnahmen und das von Volker Eisenlauer, M.A. (Englische Sprachwissenschaft) und Dr. Stefan Scholz (Evangelische Theologie) geleitet wurde, fand in Sion (Schweiz) statt. Die g\u00fcnstigen Arbeitsbedingungen in der st\u00f6rungsarmen Abgeschiedenheit der Hochalpen erm\u00f6glichten ein intensives und produktives Experimentieren auf kulturwissenschaftlichem Neuland.<\/p>\n<p>Basierend auf der Kategorie der Textualit\u00e4t wurde der sprachwissenschaftliche Ansatz der Hypertextualit\u00e4t innovativ mit den Bibelwissenschaften auf Tuchf\u00fchlung gebracht. Neue M\u00f6glichkeiten, die Unabgeschlossenheit, Pluralit\u00e4t und Kontextualit\u00e4t der Bibelauslegung zu erfassen, konnten dadurch erarbeitet und formuliert sowie kritisch in Bezug auf ihre Chancen und Grenzen bedacht werden.<\/p>\n<p align=\"center\"><a title=\"Bibel als Hypertext\" href=\"http:\/\/www.die-bibel-als-hypertext.de\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"hypertext2\" src=\"http:\/\/www.philhist.uni-augsburg.de\/ethik\/bilder\/hypertext2.jpg\" width=\"384\" height=\"267\" border=\"0\" \/><\/a><br \/>\nDie Internetseite des Projekts stellt wichtige Konzepte vor<\/p>\n<p>Durch die Interpretation der Bibel als Hypertext konnte die Bibel mit einem interessanten Textmodell verbunden werden, in welchem sich die zunehmende Tendenz gesellschaftlicher Dispersion, Fragmentarisierung und Isolierung, aber auch eine subjektive Selbstbestimmung sowie der generelle Bedeutungszuwachs des Bildhaften widerspiegelt. Die Textverfl\u00fcssigung, welche die Bibel als Hypertext kennzeichnet, verdeutlicht besonders anschaulich die dr\u00e4ngenden Herausforderungen, vor denen gegenw\u00e4rtig die Kanonkonzeption der Bibel gestellt ist, dar\u00fcber hinaus problematisiert sie insgesamt die Prozesse der Normfindung. Die beschleunigte Relativierung und Destabilisierung fester Ordnungssysteme aufgrund hypertextueller Wirklichkeitssetzungen fordert gerade im Bereich textuell gef\u00fchrter Wertediskussionen zu neuen Interpretationsformen und Strategien der Konsensfindung auf.<\/p>\n<p>Das im Seminar erarbeitete Orientierungswissen erm\u00f6glicht es den Studierenden, den vielf\u00e4ltigen Umgang mit der Bibel in kirchlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskursen ethisch zu reflektieren und kritisch zu begleiten. Die gemeinsame intensive Arbeit wird sich auch nach dem Abschluss des Seminars selbst fortsetzen: \u201e\u00dcber die angesetzte Dauer des Seminars hinaus arbeiten wir miteinander an der Pr\u00e4sentation unserer Ideen auf einer Internetseite und schaffen damit eine Plattform, um eine innovative Perspektive auf die Praxis der Bibelrezeption in den Forschungsdiskurs einzubringen\u201c, freut sich Studentin Marianne Richter.<\/p>\n<p>Auch nach Beendigung des Seminars wurde das Projekt weiterverfolgt. Die Ergebnisse werden auf der Internetseite\u00a0<a title=\"Bibel als Hypertext\" href=\"http:\/\/www.die-bibel-als-hypertext.de\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.die-bibel-als-hypertext.de<\/a>pr\u00e4sentiert<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>&#8222;Die Bibel als Hypertext&#8220; &#8211; Forschungsseminar Das interdisziplin\u00e4re Forschungsseminar verband zwei scheinbar weit voneinander entfernte Bereiche der Wissenschaft: Theologie und moderne Sprachwissenschaft.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/356"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=356"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/356\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}