{"id":2297,"date":"2018-12-19T15:15:18","date_gmt":"2018-12-19T13:15:18","guid":{"rendered":"http:\/\/ethik-msc.phil.uni-augsburg.de\/?p=2297"},"modified":"2018-12-19T15:17:53","modified_gmt":"2018-12-19T13:17:53","slug":"tagung-dokufiktionales-erzaehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/tagung-dokufiktionales-erzaehlen\/","title":{"rendered":"Tagung \u00bbAn den Schnittstellen von Fakt und Fiktion. Formen und Funktionen dokufiktionalen Erz\u00e4hlens in der Gegenwart\u00ab"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Tagung \u00bbAn den Schnittstellen von Fakt und Fiktion. Formen und Funktionen dokufiktionalen Erz\u00e4hlens in der Gegenwart\u00ab<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Do., 07.\u2013Sa., 09.11.2019, Erlangen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Prof. Dr. Christine Lubkoll \/ Dr. Agnes Bidmon<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotz oder vielleicht gerade aufgrund der mittlerweile inflation\u00e4ren Rede von einem \u203apostfaktischen Zeitalter\u2039 l\u00e4sst sich in j\u00fcngster Vergangenheit in unterschiedlichsten Diskursen ein immenser Wirklichkeitshunger beobachten, der als Gegenbewegung zum weit verbreiteten Gef\u00fchl einer sich zunehmend entziehenden und br\u00fcchigen Realit\u00e4t verstanden werden kann. Dieser neue Drang nach Wirklichkeit hat mittlerweile auch im Diskursfeld der K\u00fcnste und ihren fiktionalen Spielformen Einzug gehalten.<\/p>\n<p>Dementsprechend werden seit einigen Jahren vermehrt erz\u00e4hlerische Formate bereitgestellt, um auf diese Bed\u00fcrfnislage zu reagieren. So haben gegenw\u00e4rtig Kinofilme oder TV-Produktionen, TV- oder Web-Serien, literarische Texte oder Theaterinszenierungen und nicht zuletzt PC-Spiele Hochkonjunktur, die zugleich referenziell und konstruktiv verfahren, indem sie durch das Einmontieren von authentischem Videomaterial, Interviewsequenzen, Egodokumenten, Fotos, Zeitungsberichten, Original-Akten etc. in eine fiktionale Erz\u00e4hlumgebung eine sichtbare Verschr\u00e4nkung von dokumentarischen Darstellungsweisen und fiktionalen Erz\u00e4hlformen vornehmen und ein Br\u00fcckenschlag in die nicht-fiktionale Wirklichkeit erfolgt.<\/p>\n<p>Die Formen der Verschr\u00e4nkung der Kategorien \u203aFakt\u2039 und \u203aFiktion\u2039 wie auch die Funktionalisierungen des dokufiktionalen Erz\u00e4hlens sind dabei ebenso vielgestaltig wie heterogen. Sie reichen vom Versuch einer tats\u00e4chlichen Ann\u00e4herung an eine zeitlich oder r\u00e4umlich entfernte und dadurch unerreichbare Wirklichkeit \u00fcber den Versuch des Auslotens der Grenzen der Kategorien \u203aFakt\u2039 und \u203aFiktion\u2039 bis hin zum bewussten Verwischen bzw. Aufl\u00f6sen jeglicher Grenzlinien.<\/p>\n<p>Aufgrund der Vielfalt der Erscheinungsformen ist der in unterschiedlichen medialen Kontexten immer virulenter werdende Begriff der <em>Dokufiktion<\/em> bzw. des <em>dokufiktionalen Erz\u00e4hlens<\/em> daher aktuell fast zwangsl\u00e4ufig noch mit einer semantischen Unsch\u00e4rfe verbunden, die es zu beheben gilt. Vor diesem Hintergrund verfolgt die interdisziplin\u00e4re Tagung das Ziel, durch eine systematische Arbeit am Begriff sowie die Erprobung von medientheoretischen, erz\u00e4hlethischen und kulturwissenschaftlichen Analysekategorien eine Pr\u00e4zisierung bzw. Konturierung des Forschungsfeldes vorzunehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Tagung \u00bbAn den Schnittstellen von Fakt und Fiktion. Formen und Funktionen dokufiktionalen Erz\u00e4hlens in der Gegenwart\u00ab Do., 07.\u2013Sa., 09.11.2019, Erlangen Prof. Dr. Christine Lubkoll \/ <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/tagung-dokufiktionales-erzaehlen\/\" title=\"Tagung \u00bbAn den Schnittstellen von Fakt und Fiktion. 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