{"id":2000,"date":"2017-11-30T12:50:07","date_gmt":"2017-11-30T10:50:07","guid":{"rendered":"http:\/\/ethik-msc.phil.uni-augsburg.de\/?p=2000"},"modified":"2017-11-30T12:56:27","modified_gmt":"2017-11-30T10:56:27","slug":"rhetorik-workshop-bericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethik-der-textkulturen.de\/etk\/rhetorik-workshop-bericht\/","title":{"rendered":"Bericht Rhetorik-Workshop"},"content":{"rendered":"<h3>Rhetorik-Workshop Augsburg, 10.\u201312.11.2017<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: right;\">\u00bbEine Rede ist wie eine Liebesaff\u00e4re: Jeder Dummkopf kann damit anfangen.<\/div>\n<div style=\"text-align: right;\">Sie zu Ende zu bringen, erfordert einige Geschicklichkeit.\u00ab<br \/>\n<em>Marcello Malpighi<\/em><\/div>\n<p>Wie trete ich bei Vortr\u00e4gen vor Publikum auf?<br \/>\nWie gestalte und strukturiere ich eine Rede?<br \/>\nWie setze ich meine Stimme ein, um kompetent und \u00fcberzeugend zu wirken?<br \/>\nUm diese und andere rhetorische F\u00e4higkeiten ging es beim Rhetorik-Workshop, den der Studiengang <em>Ethik der Textkulturen<\/em> vom 10.\u201312.11.2017 in Augsburg unter der Leitung von Coach Patrick Lang veranstaltete.<br \/>\nWorkshop-Leiter Lang bietet seit etwa 20 Jahren solche Kurse an. Mit ge\u00fcbtem Blick stellte er zu Beginn des Workshops anhand von einmin\u00fctigen Vortr\u00e4gen unsere rhetorischen Schw\u00e4chen fest und machte es sich zum Ziel, die wichtigsten davon im Laufe des Wochenendes zu verbessern.<\/p>\n<p>Deine Rede beginnt schon, bevor Du sprichst: dann, wenn Du vor das Publikum trittst.<br \/>\nBeginne Deine Rede nicht mit \u00bbHeute spreche ich \u00fcber \u2026\u00ab, sondern hau\u2018 gleich einen raus, um die Aufmerksamkeit auf Dich zu ziehen.<br \/>\nWenn Du keine Frage stellst, geh am Ende des Satzes mit der Stimme nach unten. \u2013 Mach auch mal \u2018ne Pause. \u2013 \u2013 \u2013 Und vor allem: v a r i i e r e\u00a0 DeInE STIMME sonstredestDunurmonotondahinundalleschlafeneinguteNacht<br \/>\nTipps wie diese, die Lang uns anhand unterhaltsamer Beispiele vermittelte, \u00fcbten wir stets ausf\u00fchrlich ein. Gelernt wurde fast spielerisch: Barack Obama vor dem deutschen Bundestag, Bundestrainer Jogi L\u00f6w in der Halbzeitpause des WM-Finales, Tim Cook bei der Pr\u00e4sentation des neuen iPhones \u2013 in diese Rollen durften wir schl\u00fcpfen, darin aus uns herausgehen und so \u00fcber uns hinauswachsen.<\/p>\n<p>Durch die vielen praktischen \u00dcbungen waren am Ende des Seminars bei uns TeilnehmerInnen deutliche Verbesserungen in den verschiedenen rhetorischen Aspekten zu sehen \u2013 zu sehen, denn die letzte \u00dcbung stellte eine gefilmte Rede (3 Min.) mit anschlie\u00dfender Video-Analyse dar. Das eben eingesetzte rhetorische Stilmittel <em>Anadiplose<\/em> (\u00bbzu sehen \u2013 zu sehen\u00ab, eine unmittelbare Wiederholung) hatten wir LiteraturwissenschaftlerInnen freilich vorher schon gekannt. Allerdings (fast) nur rezeptiv und unbewusst produktiv, und nicht, wie jetzt, auch bewusst produktiv.<br \/>\nWer noch nie eine Videoaufzeichnung von sich selbst gesehen hat: Gemeinhin nehmen wir uns als sehr viel kompetenter und ruhiger wahr, als wir uns beim Sprechen vor Publikum f\u00fchlen m\u00f6gen. Probiert\u2019s es, dann gsp\u00fcrt\u2019s es!<\/p>\n<div style=\"text-align: right;\">\u00bbK\u00f6nnte ich noch einmal zur Universit\u00e4t gehen, w\u00fcrde ich mich auf zwei Ziele konzentrieren:<\/div>\n<div style=\"text-align: right;\">Das Schreiben und die Rede vor Publikum. Es gibt nichts Wichtigeres im Leben als<\/div>\n<div style=\"text-align: right;\">die F\u00e4higkeit, effizient zu kommunizieren.\u00ab<br \/>\n<em>Gerald R. Ford<\/em><\/div>\n<p>Andreas Lugauer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Rhetorik-Workshop Augsburg, 10.\u201312.11.2017 &nbsp; \u00bbEine Rede ist wie eine Liebesaff\u00e4re: Jeder Dummkopf kann damit anfangen. 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